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Auftaktveranstaltung in Alsfeld

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 Foto: Stadt Alsfeld
Foto: Stadt Alsfeld.

Am 09.05.2022 findet die Auftaktveranstaltung der Fachwerk Triennale 22 in der Stadthalle (Jahnstraße 14) in Alsfeld statt. 

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 Foto: Laura Plugge
Foto: Laura Plugge.

Gemeinsamkeiten und gemeinsamen Herausforderungen gemeinsam begegnen

Die Fachwerktriennale 22 feiert ihren festlichen Auftakt in der Stadthallte Alsfeld

 

Nur gemeinsam lassen sich die Herausforderungen der heutigen Zeit bewältigen – Bürgermeister Stephan Paule, Alsfeld sieht großes Potential in den Projekten der Fachwerktriennale, aktuelle Themen in der Entwicklung unserer Fachwerkstädte zu bearbeiten. Umso mehr freut er sich, Gastgeber der Auftaktveranstaltung der diesjährigen Fachwerktriennale 22 in Alsfeld zu sein. Die Stadt Alsfeld feiert mit diesem Jahr 800 Jahre Stadtrechte. Grund genug, das Wohnen und Leben in Alsfeld auf weitere 800 Jahre vorzubereiten und über die „Stadtsanierung 2.0“ neue und innovative Maßnahmen zu ergreifen, die die Stadt sicheren Schrittes und in Zusammenarbeit mit ihren Bürgerinnen und Bürgern in die Zukunft begleiten.

Zwei digitale Grußworte wurden von Staatssekretär Jens Deutschendorf, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen sowie von Herrn Stephan Willinger von der Nationalen Stadtentwicklungpolitik (BBSR) gegeben.

Um gemeinsam voneinander lernen und sich inspirieren zu können, wurden auch die anderen Fachwerktriennale 22-Projekte vorgestellt. Unter drei Themenschwerpunkten wurden jeweils Vertreter einzelner Projekte zur Vorstellung und Diskussion gebeten.

Unter dem Schwerpunkt der Lösungen am Gebäude fanden sich die Partner aus Riedlingen, Ebersbach-Neugersdorf und Wernigerode zusammen. Alle drei Projekte befassen sich mit der Neugestaltung, Wiedernutzbarmachung oder Umnutzung von prägnanten Fachwerkgebäuden in ihrer jeweiligen Stadt. Aus dem besonders historisch wertvollen und monumentalen Mohrenscheuer in Riedlingen wird ein modernes Mehrfamilienhaus unter Wahrung der historischen Bausubstanz. In der Oberlausitz wird aus einem ehemaligen sowohl privat als auch landwirtschaftlich genutzten Umgebindehaus ebenfalls ein Mehrfamilienhaus. Wernigerode bietet mit der Neugestaltung ihres Kinos eines der letzten Fachwerkkinos überhaupt. Aber auch die weiteren beiden Projekte in Wernigerode im Rahmen der Fachwerktriennale zeigen individuelle Lösungen für Wohnen in Fachwerkstädten auf, so wird zusätzlich an einer Quartierslösung wie auch an einer, den historischen Strukturen angepassten, Neubebauung einer Baulücke gearbeitet.

Unter dem Thema Lösungen im Quartier fanden sich die Partner aus der Welterbestadt Quedlinburg, Bleicherode, Kirchheim unter Teck und Celle zusammen. Die städtebaulichen Strukturen mit der Doppelstadt bedeuten für die Welterbestadt Quedlinburg ein großes Potential aber auch besondere Herausforderungen. Im Rahmen der Fachwerktriennale 22 wird die Neugestaltung eines Quartiers in der Neustadt und der wesentlichen Frage begleitet, wie die Menschen dort zukünftig leben wollen. Die Landgemeinde Bleicherode wird über auffällige und ungewöhnliche Sanierungsbeispiele die Entwicklung des innerstädtischen Quartiers vorantreiben. Als Experimentierfeld FachWerkStadt sollen innovative Maßnahmen die Attraktivität des Stadtkerns als Wohn- und Lebensraum steigern. Kirchheim unter Teck beweist mit ihrem Triennale-Projekt, dass auch moderne Quartiere sich an die historischen Stadtstrukturen anpassen können. Mit dem Fachwerk als Vorbild wird im Steingauquartier neuer Wohn- und Lebensraum mit annähernd 300 Wohnungen geschafften, bei dem unter anderem die Arbeit mit Holz und nachhaltigen Rohstoffen im Mittelpunkt stehen. Mit der Wohnoffensive Altstadt will Celle die Chancen des strukturellen Wandels nutzen, um weg von einer allein gewinnorientierten Nutzung der Erdgeschosszonen die nachhaltige Nutzung des gesamten Gebäudes zu ermöglichen.

Bei all den baulichen Fragen darf das Thema um den Bürger/Bewohner nicht vergessen werden. So beschäftigen sich die Städte Kaufungen, Helmstedt, Homberg (Efze) und das Fachwerk-Fünfeck mit bürgernahen Beratungs- und Unterstützungsangeboten. So wird aus einer translozierten Fachwerkscheune in Kaufungen ein Beratungszentrum, in dem der Kaufunger Fachwerkverein seinen Sitz hat und bürgernahe Angebote für (potentielle) Fachwerkeigentümer bietet. Helmstedt befasst sich gezielt mit der Frage, wer welche Zielsetzungen mit dem Leben in unseren Fachwerkhäusern verbindet, um so eine ganzheitliche und zukunftsorientierte Stadtentwicklung zu fördern. In Homberg (Efze) wird die Innenstadt zu einem modernen Fachwerkerlebnis, in der durch innovative Angebote wie Coworking-Spaces vor allem auch Bürger aus den Metropolen in unsere Fachwerkstädte geholt werden sollen. Das Fachwerk-Fünfeck nimmt sich der Herausforderung an, gleich für fünf Städte eine Beratungsplattform zu schaffen, auf der unter anderem Ansprechpartner, Sanierungsbeispiele und Häuser/Wohnungen im Fachwerk gefunden werden können.

An jedem der diesjährigen Fachwerktriennale-Standorte findet zudem eine weitere Veranstaltung in diesem Jahr statt.

Nach der Vorstellung der einzelnen Projekte wird klar: Jede der Fachwerkstädte benötigt ganz individuelle Maßnahmen, um sich zukunftssicher entwickeln zu können. Gleichzeitig fördern das Voneinander-Lernen und der Austausch die Ideenvielfalt und Inspirationen für eigene Projekte. Die Fachwerktriennale 22 freut sich auf ein veranstaltungsreiches Jahr mit vielen herausragenden Projektideen in den Fachwerkstädten.