Grafik

Mitten in Deutschland - gemeinschaftliches Wohnen im Alter ... mit Hof und Garten

.
 Foto: M. Gerner
Foto: M. Gerner.

Duderstadt, die seit Jahrzehnten gut entwickelte und gut gepflegte Fachwerkstadt, liegt im Süden Niedersachsens. Die Stadt verfügt noch über eine respektable Anzahl gotischer und frühneuzeitlicher Fachwerkbauten, der größere Teil – in langen durchgehenden Reihen von traufenständigen Häusern – entstand nach schwersten Stadtbränden im 18. und 19. Jahrhundert. 

Duderstadt nimmt in der Fachwerk Triennale 25 ein Thema auf, das – weil dringend notwendig – bereits in der ersten Triennale 2009 thematisiert wurde, aber dann noch nicht zum Erfolg geführt werden konnte: Die Entwicklung der Innenflächen von allseitig geschlossenen Fachwerkquartieren. Dabei sollen auf diesen Innenflächen Bürgerwünsche wie Parkplätze, Balkone/Grün, Kinderspielplätze und Kommunikationsmöglichkeiten geschaffen werden.

Unter Berücksichtigung denkmalspezifischer Aspekte werden vier Fachwerkhäuser (Jüdenstraße 12, 16 und Hinterstraße 60 und 62) vom Ehepaar Astrid und Wolfgang Große umfassend saniert und modernisiert. Es entstehen weitgehend barrierearm ausgestattete Wohnungen mit attraktiven Grundrissen, die über einen Personenaufzug und eine Erschließungsgalerie im ersten Obergeschoss erreichbar sind. Das Ziel ist, ein möglichst langes, selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Wohnen zu ermöglichen.

Der gemeinsame Innenhof und der sich anschließende große Garten stehen als Kommunikations- und Mitmachflächen zur Verfügung. Zusätzlich können Räume in den Nebengebäuden als gemeinsames Atelier, Holzwerkstatt oder für ähnliche Zwecke genutzt werden. Schließlich ist die Erschließungsgalerie so gestaltet, dass für die Bewohner auch ausreichend Freisitzmöglichkeiten statt eines Balkons bestehen.

Die klassizistischen Fachwerkgebäude wurden nach dem großen Stadtbrand von 1852 errichtet und stehen als Einzeldenkmale bzw. Gruppe baulicher Anlagen unter Denkmalschutz. Die zwei- bzw. dreigeschossigen Stockwerksbauten ohne Stockwerksüberstand stehen in Reihe. Im Eckgebäude Jüdenstraße 16 sind im Erdgeschoss zwei kleine Ladengeschäfte und im Verbund mit Hinterstraße 60 sechs Wohnungen saniert worden. In der Hinterstraße 62 sollen noch zwei Wohnungen saniert und über das mittlere Treppenhaus mit Aufzug barrierearm erschlossen werden. Im Objekt Jüdenstraße 12 sind bereits sechs Wohnungen vorhanden, die später ebenfalls saniert und barrierearm angebunden werden sollen.